Volumen EKG

Beim Volumen-EKG werden mehrere EKG Aufnahmen in Form einer Vektorschleife erfasst und dann verglichen. So kann nach Anheben der Beine eine Volumenbelastung simuliert und die Auswirkungen auf das Herz erfasst werden. Auf diese Weise ist es möglich eine Dehnbarkeitsstörung des Herzens (diastolische Herzinsuffizienz) schon frühzeitig zu diagnostizieren und den Therapieerfolg zu dokumentieren. 

Fallbeispiel 1

Im Bild dargestellt ist ein Beispiel eines Patienten bei seiner ersten Untersuchung bei uns. Der Patient klagte über Druckgefühl in der Brust vor allem in der Nacht und war bereits ohne Ergebnis kardiologisch voruntersucht worden. Zu sehen ist vor allem in der Horizontalebene (rote Pfeile) eine deutliche Reaktion auf das Volumen, die das Herz quasi "unter Druck" bringen. Auch nach dem Absetzen der Beine blieb die Reaktion noch etwa zwei Minuten bestehen.

Nach einer Woche mit einer pflanzlichen Entwässerungstherapie und kleineren durch den Doppel-Hämatokrit kontrollierten Blutvolumenentnahmen war nur noch unmittelbar nach Anheben der Beine eine Reaktion sichtbar, die sofort nach Absetzen der Beine verschwand. Auch das Druckgefühl war nun nicht mehr vorhanden.


Fallbeispiel 2

Im Bild dargestellt ist das Beispiel einer Patientin, die seit einigen Monaten erhebliche Schlafprobleme und einen nächtlichen Bluthochdruck hat. 

Ohne Volumenbelastung (vor dem Anheben der Beine) liegen die Schleifen nahezu komplett übereinander (Bild links). 

Nach dem Anheben der Beine reagieren die Schleifen sofort - vor allem in der Frontalebene und der Horizontalebene (Bild mitte). 

Nach der durchgeführten Volumentherapie hat sich am dritten Untersuchungstag auch nach dem Anheben der Beine kaum mehr eine Reaktion gezeigt (Bild rechts). 


Auf diese Weise kann die Wirksamkeit der Volumentherapie kontrolliert werden und Probleme, die andere Ursachen als eine Blutvolumenvermehrung haben, erkannt werden.