Der Doppel-Hämatokrit

Der Hämatokrit beschreibt den prozentualen Anteil von festen Bestandteilen am Gesamt- blut und wird in der Regel aus dem venösen (sauerstoffarmen) Blut bestimmt.
Nimmt man ihn zeitnah auch aus dem kapillaren (sauerstoffreichen) Blut im Finger, so erhält man den sog. Doppel-Hämatokrit.

Bei einigen Herzerkrankungen weichen die beiden Hämatokritwerte stark voneinander ab. Der Doppel-Hämatokrit bietet uns in Verbindung mit einer speziell entwickelten Software eine Vielzahl diagnostischer Möglichkeiten. So können wir eine Herzinsuffizienz bereits im frühesten Stadium erkennen und therapieren.

Der Doppel-Hämatokrit dient:

  • der frühen Erkennung einer Herzinsuffizienz
  • der Diagnose einer zu starken Entwässerungstherapie
  • der Diagnose einer zu starken Blutbildung
  • der Abgrenzung einer Blutarmut (Anämie) von einer Herzinsuffizienz